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FĂ€rberwaid
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Der FĂ€rberwaid (Isatis tinctoria), auch Pastel oder Deutscher Indigo genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Waid (Isatis) innerhalb der Familie der KreuzblĂŒtengewĂ€chse (Brassicaceae).cite-ref-speranza2020-1-0[1]cite-ref-foc2010-2-0[2]cite-ref-fona2010-3-0[3]cite-ref-euro-med-4-0[4]cite-ref-grin-5-0[5] Der Name wird in der deutschsprachigen botanischen Literatur oft FĂ€rber-Waid geschrieben.cite-ref-floraweb-6-0[6]cite-ref-infoflora-7-0[7] Ăber die Herkunft des FĂ€rberwaids weiĂ man wenig, je nach Autor stammt er aus Zentral- oder Westasien, SĂŒdostasien oder SĂŒdosteuropa,cite-ref-speranza2020-1-1[1] wurde aber in Europa seit der Eisenzeit als FĂ€rberpflanze kultiviert, um aus ihm Indigoblau zu gewinnen. Er wird vielseitig genutzt, besonders in der Kosmetikindustrie.cite-ref-speranza2020-1-2[1]
Contents
âą Beschreibung
âą Chromosomensatz
âą Ăkologie
âą Vorkommen
âą Systematik
âą Verwendung
âą Geschichte
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der FĂ€rberwaid ist eine zweijĂ€hrige, selten kurzlebig ausdauernde, krautige Pflanzecite-ref-speranza2020-1-3[1]cite-ref-fopakistan-8-0[8]. Sie erreicht Wuchshöhen von meist 40 bis 100 (30 bis 150) Zentimetern.cite-ref-foc2010-2-1[2] Die oberirdischen Pflanzenteile sind blaugrĂŒn bereift und meist kahl.cite-ref-fona2010-3-1[3] Die Wurzel ist zylindrisch und etwas gewunden, auĂen grĂ€ulich-gelb oder brĂ€unlich-gelb.cite-ref-speranza2020-1-4[1] Das etwas verdickte Rhizom ist wirtelig umgeben von dunkel-grĂŒnen oder dunkel-braunen Resten von Blattstielen und dicht warzig.cite-ref-speranza2020-1-5[1]
Sie bildet im ersten Jahr eine Blattrosette. Die GrundblĂ€tter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Ihr Blattstiel ist 0,5 bis 5,5 Zentimeter lang.cite-ref-foc2010-2-2[2]cite-ref-fona2010-3-2[3] Ihre einfache Blattspreite ist bei einer LĂ€nge von meist 5 bis 15 (2,5 bis 20) Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 3,5 (0,5 bis 5) Zentimetern verkehrt-lanzettlich, lĂ€nglich oder verkehrt-eilanzettlich und ganzrandig bis leicht feingezĂ€hnt oder seitbuchtig, mit stumpfen bis spitzen Enden, leicht fein rauhaarig, blĂ€ulich-grĂŒn, âbereiftâ und keilförmiger, herablaufender Spreitenbasis.cite-ref-foc2010-2-3[2]cite-ref-fona2010-3-3[3] Die untersten RosettenblĂ€tter sterben zur BlĂŒtezeit ab.
Im zweiten Jahr wachsen meist 40 bis 100 (30 bis zu 150) Zentimetercite-ref-fona2010-3-4[3] hohe aufrechte, âbereifteâ StĂ€ngel, die im oberen Bereich verzweigt und kahl, und im unteren Bereich mit einzelnen Haaren besetzt sind. Die mittleren StĂ€ngelblĂ€tter sind sitzend.cite-ref-foc2010-2-4[2] Ihre ganzrandige Blattspreite ist bei einer LĂ€nge von meist 3 bis 7 (1,5 bis 12) Zentimetern sowie einer Breite von meist 0,8 bis 2,5 (0,2 bis 3,5) Zentimetern lĂ€nglich oder lanzettlich, selten linealisch-lĂ€nglich mit pfeilförmiger oder geöhrter Spreitenbasis, wobei die Ăhrchen spitz oder stumpf enden können, und spitzem oberen Ende.cite-ref-foc2010-2-5[2] Die oberen, sitzenden und stĂ€ngelumfassenden, fast kahlen, blaugrĂŒn bereiften, eiförmigen bis -lanzettlichen StĂ€ngelblĂ€tter sind ganzrandig bis fein gezĂ€hnt mit spitzem bis rundspitzigem oberen Ende, oben pfeilförmig und geöhrt an der keilförmigen, herablaufenden Basis.
Generative Merkmale
Der endstĂ€ndige, ausladende, verzweigte, rispige GesamtblĂŒtenstand besteht aus mehreren zuerst schirmtraubigen durch VerlĂ€ngerung der BlĂŒtenstandsachsen bis zur Fruchtreife dann 10 bis zu 15 Zentimeter langen traubigen TeilblĂŒtenstĂ€nden und enthĂ€lt viele (30 bis 80) BlĂŒten.cite-ref-fopakistan-8-1[8] Es sind keine TragblĂ€tter vorhanden.cite-ref-fopakistan-8-2[8] Der BlĂŒtenstiel ist schlank.
Die relativ kleinen, zwittrigen BlĂŒten sind bei einem Durchmesser von 3 bis 8 Millimetern radiĂ€rsymmetrisch und vierzĂ€hlig mit doppelter BlĂŒtenhĂŒlle. Die vier gelblich-grĂŒnen,cite-ref-fopakistan-8-3[8] kahlen KelchblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von 1,5 bis 2,8 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Millimeterncite-ref-fona2010-3-5[3] lĂ€nglichcite-ref-foc2010-2-6[2] oder schmal-eiförmig und manchmal gekielt. Die vier gelben KronblĂ€tter sind bei einer LĂ€nge von 2,5 bis 4 Millimetern sowie einer Breite von 0,9 bis 1,5 Millimeterncite-ref-fona2010-3-6[3] verkehrt-lanzettlichcite-ref-foc2010-2-7[2] oder spatelförmig, verkehrt-eiförmig mit spitz zulaufender Spreitenbasis und stumpfemcite-ref-foc2010-2-8[2] oder gerundetem bis gestutztem oberen Ende.cite-ref-fopakistan-8-4[8] Es sind sechs kurze und tetradynamische StaubblĂ€tter vorhanden; von den zwei kĂŒrzer sind als die anderen vier.cite-ref-speranza2020-1-6[1] Die StaubfĂ€den sind 1 bis 2,5 Millimeter lang.cite-ref-foc2010-2-9[2]cite-ref-fona2010-3-7[3] Die Staubbeutel sind bei einer LĂ€nge von 0,5 bis 0,7 Millimetern lĂ€nglich.cite-ref-foc2010-2-10[2]cite-ref-fona2010-3-8[3] Der oberstĂ€ndige Fruchtknoten ist schmal-eiförmig bis lĂ€nglich mit sitzender Narbe. Es sind Nektarien vorhanden.
Am schlanken, 5 bis 8, selten bis zu 10 Millimeter langen Fruchtstiel, der im oberen Bereich deutlich verdickt und fast keulenförmig ist, hĂ€ngt die Frucht.cite-ref-foc2010-2-11[2]cite-ref-fona2010-3-9[3] Die in der GröĂe sehr variable,cite-ref-fopakistan-8-5[8] bei Reife dunkel-braune bis schwĂ€rzliche, kahl bis leicht flaumig behaarte Fruchtcite-ref-foc2010-2-12[2] öffnet sich bei Reife nicht. Das abgeflachte, etwas eingebuchtete Schötchen ist bei einer LĂ€nge von meist 1,1 bis 2 (0,9 bis 2,7) Zentimetern sowie einer Breite von meist 3 bis 6, selten bis zu 10 Millimetern lĂ€nglich-verkehrt-lanzettlich, elliptisch-verkehrt-eiförmig, oder selten lĂ€nglichcite-ref-foc2010-2-13[2] oder verkehrt-eiförmig mit keilförmiger Basiscite-ref-foc2010-2-14[2] und fast spitzem, gerundetem bis gestutzem oder selten fast ausgerandetem oberen Ende.cite-ref-foc2010-2-15[2] Die Schötchen sind oft oberhalb ihrer Mitte breiter.cite-ref-foc2010-2-16[2] Auf den Fruchtklappen ist eine deutliche Mittelrippe und unauffĂ€llige Seitennerven vorhanden. Im oberen Bereich der Frucht ist der FlĂŒgel 3,5 bis 5, selten bis zu 7 Millimeter breit.cite-ref-foc2010-2-17[2]cite-ref-fona2010-3-10[3] Im Schötchen sind jeweils ein bis zwei ölhaltigen Samen enthalten. Die Schötchen sind rundum geflĂŒgelt. Die hell-braunen Samen sind bei einer LĂ€nge von meist 2,3 bis 3,5 selten bis zu 4,5 Millimetern sowie einem Durchmesser von 0,8 bis 1 Millimeterncite-ref-fona2010-3-11[3] schmal-lĂ€nglichcite-ref-foc2010-2-18[2] oder schmal-eiförmig.
Chromosomensatz
Die Chromosomengrundzahl betrÀgt x = 7; es liegt oft Tetraploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 4x = 28,cite-ref-infoflora-7-1[7]cite-ref-oberdorfer2001-9-0[9] manchmal 2n = 14 vor.cite-ref-fona2010-3-12[3]cite-ref-ipcn-10-0[10]
Ăkologie
Beim FĂ€rberwaid handelt es sich um einen mesomorphen bis skleromorphen Hemikryptophyten.cite-ref-floraweb-6-1[6] Der FĂ€rberwaid ist eine zwei- oder mehrjĂ€hrige Halbrosettenpflanze. Vegetative Vermehrung erfolgt durch âWurzelsprosseâ. Sie weist vielfĂ€ltige Anpassungen an trockene Standorte auf: So sind die BlĂ€tter durch einen dĂŒnnen WachsĂŒberzug blau âbereiftâ. Der WachsĂŒberzug vermindert die ErwĂ€rmung und lĂ€sst das Wasser abperlen, was auch FĂ€ulnis verhindert. AuĂerdem wird durch die zentripetale Wasserleitung ins Zentrum der Rosette das ausgedehnte Wurzelwerk mit Wasser versorgt.
BlĂŒtenökologisch handelt es sich um homogame ânektarfĂŒhrende Scheibenblumenâ. Die StaubblĂ€tter sind weit nach auĂen gebogen, was deshalb meist eine FremdbestĂ€ubung bewirkt. Am Grunde der StaubblĂ€tter befindet sich je ein Nektarium mit starkem Honigduft. BestĂ€uber sind verschiedene Insekten. Die BlĂŒtezeit liegt zwischen Mai und Juli. Die Fruchtreife liegt zwischen Juli und August.
Vorkommen
Der FĂ€rberwaid kommt ursprĂŒnglich in der TĂŒrkei, in Algerien und Marokko und vermutlich auch in Europa vor.cite-ref-grin-5-1[5] Er wurde aber bereits in der Eisenzeit in Europa kultiviert und gilt darum als ArchĂ€ophyt. Der FĂ€rberwaid wĂ€chst hauptsĂ€chlich als verwilderte Pflanze in Europa. Er bevorzugt trockene HĂ€nge, Felsen und trockene Ruderalstellen. Gebietsweise ist er eine Charakterart des Echio-Melilotetum aus dem Verband Dauco-Melilotion, doch kommt er in Mitteleuropa auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Convolvulo-Agropyrion oder der Klassen Festuco-Brometea oder Thlaspietea rotundifolii vor.cite-ref-oberdorfer2001-9-1[9]
In neuerer Zeit wird er gelegentlich mit landwirtschaftlichen oder jagdlichen Saatmischungen ausgebracht.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), NÀhrstoffzahl N = 2 (nÀhrstoffarm), KontinentalitÀtszahl K = 4 (subkontinental).cite-ref-infoflora-7-2[7]
Systematik
Der wissenschaftliche Name Isatis tinctoria wurde 1753 durch Carl von LinnĂ© in Species Plantarum, Tomus II, S. 670 erstveröffentlicht.cite-ref-sppl-11-0[11]cite-ref-euro-med-4-1[4]cite-ref-brassibase-12-0[12]cite-ref-tropicos-13-0[13] Das Artepitheton tinctoria bedeutet âFĂ€rberâ. Synonyme fĂŒr Isatis tinctoria L. sind: Isatis alpina Vill., Isatis canescens DC., Isatis campestris Steven, Isatis maeotica DC., Isatis praecox subsp. transsilvanica (Simonk.) Simonk., Isatis villarsii Gaudin, Isatis tinctoria subsp. canescens (DC.) Malag.cite-ref-euro-med-4-2[4]cite-ref-brassibase-12-1[12]
Verwendung
Der FÀrberwaid wurde und wird vielfÀltig genutzt.cite-ref-pfaf-14-0[14]
Die BlÀtter enthalten das farblose Glykosid Indican, das nach der Ernte enzymatisch in Zucker und Indoxyl gespalten und zum blauen bzw. blÀulichen Indigo oxidiert wird (Fermentation). Die vollstÀndige Umwandlung nach einem FÀrbevorgang nimmt etliche Stunden in Anspruch. Die Behauptung, hiervon leite sich der Ausdruck blaumachen ab, ist nur eine von mehreren ungesicherten Vermutungen (siehe hierzu den Artikel Blauer Montag).
Wegen des Holzschutzeffektes (gehemmtes Pilzwachstum) eignet sich die aus FĂ€rberwaid gewonnene blaue Farbe zum Streichen von beispielsweise TĂŒren, Deckenbalken und KircheninnenrĂ€umen.
Aus den Wurzeln der FĂ€rberwaidpflanze wird der Waidbitterlikör hergestellt. AuĂerdem wird die FĂ€rberwaidwurzel (Isatidis Radix) als traditionelles chinesisches Heilmittel (chinesische Bezeichnung Banlangen) zur BekĂ€mpfung von Grippeinfektionen (aber auch Masern und Mumps) verwendet. Banlangen war vor allem wĂ€hrend der SARS-Epidemie in China sehr gefragt, obwohl eine Wirkung gegen Viren nicht nachgewiesen ist.
Waid hat heutzutage als Ăkofarbe wieder eine gewisse Bedeutung. Mancherorts wird Gewebe wieder mit âErfurter Blauâ gefĂ€rbt. Nach dem Mauerfall gab es vor allem in ThĂŒringen eine starke Nachfrage nach der blauen Farbe aus FĂ€rberwaid zur originalgetreuen Restaurierung von Kirchen und anderen GebĂ€uden.
Geschichte
FĂ€rberwaid wird seit der Vorgeschichte als FĂ€rberpflanze kultiviert. Blaue Fasern wurden in neolithischen Schichten der Höhle von Adaouste (Bouches-du-RhĂŽne) gefunden, aber nicht chemisch analysiert.cite-ref-v-ronique-zech-matterne-2010-15-0[15] Die Britannier rieben sich laut Caesar (De bello Gallico) vor dem Kampf mit FĂ€rberwaid (lateinisch vitrumcite-ref-16[16]) ein.cite-ref-caesar-17-0[17] âAlle Britannier hingegen fĂ€rben sich mit Waid blaugrĂŒn, wodurch sie in den Schlachten um so furchtbar[er] aussehen; auch tragen sie lange Haare...âcite-ref-gottwein-18-0[18]. Auch Plinius der Ăltere erwĂ€hnt diese Sitte (Naturalis historia XXII, 2, 1). Dass es sich bei dem genannten vitrum um Waid handelt, machen Funde von verkohlten Waidsamen aus der spĂ€teisenzeitlichen Siedlung Dragonby bei Scunthorpe, Lincolnshire wahrscheinlich. Sie lag auf dem Stammesgebiet der Corieltauvicite-ref-veen-al-19-0[19]. ArchĂ€ologisch wurden Waidsamen auch in der hallstattzeitlichen Siedlung von Hochdorf nachgewiesen, zusammen mit Wau.cite-ref-20[20] Textilien in dem nahegelegenen âFĂŒrstengrabâ enthielten Indigotin,cite-ref-21[21] waren also entweder mit Waid oder Indigo gefĂ€rbt. Auch aus dem Salzbergwerk in Hallstatt sind mit Waid gefĂ€rbte Textilien belegt,cite-ref-v-ronique-zech-matterne-2010-15-1[15] der Gebrauch der Farbe war also nicht auf die Oberschicht beschrĂ€nkt. In Frankreich wurden unter anderem in der LatĂšnezeitlichen Siedlung bei Roissy-en-France, ZAC de la Demi Lune, DĂ©partement Val-dâOise, nördlich von Paris Waidsamen gefunden.cite-ref-22[22]
Die dominierende Farbe des Mittelalters war wahrscheinlich die Farbe des FĂ€rberwaids: Blauviolett. FĂ€rberwaid war bis ins 16. Jahrhundert wichtig fĂŒr das FĂ€rben von Leinen. Samen sind unter anderem aus Goudelancourt belegt.cite-ref-23[23] Waid wurde auch in Englandcite-ref-24[24] und Flandern angebaut. Die Spanier fĂŒhrten den Waidanbau auf den Azoren ein.cite-ref-25[25]
FĂ€rberwaid wurde dann durch den echten Indigo aus dem tropischen SchmetterlingsblĂŒtler Indigofera tinctoria, der ursprĂŒnglich aus Indien stammte, aber hauptsĂ€chlich in den amerikanischen Kolonien, besonders in der Karibik, angebaut wurde, verdrĂ€ngt. Mit der kommerziellen Herstellung synthetischen Indigos seit 1897 verschwand der natĂŒrliche Indigo vom Markt.
Waidanbau in ThĂŒringen
In Deutschland wird der FĂ€rberwaid seit dem 9. Jahrhundert hauptsĂ€chlich in ThĂŒringen angebaut. Die Stadt Erfurt erlangte als Zentrum des Waidhandels Macht und Reichtum, ebenso wie die anderen WaidstĂ€dte. Zur Verarbeitung wurden WaidmĂŒhlen verwendet. In ThĂŒringen, so auch im Raum Pferdingsleben, wurde FĂ€rberwaid auf FlĂ€chen von rund 50 Acker (etwa 11,5 ha) in Brachfeldern angebaut.
Die Aussaat erfolgte in der Vor- und Nachweihnachtszeit auf den Schnee in Breitsaat. Mit zunehmender Verbesserung der Pflegebedingungen ging man zur Optimierung des Saatguteinsatzes zur Reihensaat ĂŒber. Dabei sĂ€te man auf einer FlĂ€che von 1 Gothaer Acker (etwa 2270 mÂČ) œ Erfurter Metze (etwa 14,9 l) Saatgut, das wĂ€ren also 65,64 l/ha. Mit dem SprieĂen der Pflanzen begann unter Einsatz von vielen ArbeitskrĂ€ften die mĂŒhsame UnkrautbekĂ€mpfung. Zur Erntezeit rutschten die Bauern und ihre zahlreichen HilfskrĂ€fte, etwa Wanderarbeiter aus der Lausitz, auf Knien von Pflanze zu Pflanze und stachen mit dem meiĂelĂ€hnlichen Waideisen dicht ĂŒber der Wurzel die möglichst noch geschlossene Blattrosette ab. Drei bis vier Mal im Jahr wiederholte sich der Vorgang. Dann wurden die WaidblĂ€tter gewaschen, angetrocknet und zur WaidmĂŒhle gebracht. Dort drehten Zugtiere das senkrecht stehende MĂŒhlrad, oft aus Seeberger Sandstein, im Kreis, das die Pflanzen in der MĂŒhlpfanne zerquetschte. Die breiige Masse wurde auf Haufen fest zusammengeschlagen und in den wettergeschĂŒtzten Tennen Tage lang liegen gelassen. Dabei begann die Masse zu gĂ€ren. Frauen und Kinder formten nun aus dem Brei etwa faustgroĂe KlöĂe, deren GröĂe vom jeweilig geltenden Recht abhing. Die KlöĂe wurden auf Horden getrocknet, die in ĂŒberdachte Waiddarren geschoben wurden. Nach zwei bis drei sonnigen Trocknungstagen karrte man den Waid zum vorgeschriebenen Markt, anfangs z. B. aus Pferdingsleben nach Gotha, spĂ€ter nach (Bad) Langensalza und Erfurt. Waid durfte in den Dörfern nicht gelagert werden. Die WaidhĂ€ndler lieĂen das Halbprodukt weiterverarbeiten, die Ballen wurden auf den Waidböden zerschlagen und mit Wasser und Urin angefeuchtet. Die sodann einsetzende GĂ€rung spaltete das Indican.cite-ref-meyers-26-0[26] FĂŒr die im Herstellungsprozess des Farbstoffs benötigte Alkalie âPottascheâ (im Wesentlichen Kaliumkarbonat)cite-ref-27[27] wurde âWaidascheâ, meist aus Buchenholz oder anderen Harthölzerncite-ref-28[28] verwendet.
Der Anbau und die Verarbeitung des FĂ€rberwaids zu Farbstoff waren nicht unproblematisch. Der Waidanbau beanspruchte ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare FlĂ€chen. Die GĂ€rungs- und FĂ€rbeprozesse verursachten einen bestialischen Gestank und das Wasser wurde stark belastet. Der Ă€sthetische Mehrwert blauer Kleidung wog diese Nachteile aber offensichtlich auf.cite-ref-paland-29-0[29] In der Folge des DreiĂigjĂ€hrigen Krieges und durch die Konkurrenz des billig importierten Indigos verlor der Waidanbau allmĂ€hlich seine Bedeutung. Anfang des 20. Jahrhunderts stellte die letzte WaidmĂŒhle in Pferdingsleben ihre Arbeit ein. Seit 1997 wird in der Umgebung von Erfurt von einer kleinen Manufaktur wieder FĂ€rberwaid angebaut und als Erfurter Blau vermarktet.cite-ref-30[30]
Waidanbau im Lauragais
Die Gegend sĂŒdöstlich von Toulouse, das Lauragais, war seit dem ausgehenden Mittelalter eines der Hauptanbaugebiete fĂŒr FĂ€rberwaid in Europa. Viele Bauern der Region gaben die normale Landwirtschaft auf und erzielten mit dem Anbau der nichtessbaren Pflanze gute Gewinne, die jedoch infolge des Imports von Indigofarbstoffen aus den ĂŒberseeischen Kolonien (Louisiana etc.) im 17. und 18. Jahrhundert binnen kurzer Zeit wegbrachen, so dass man sich wieder der traditionellen Feldbewirtschaftung zuwenden musste. Die Gegend des Lauragais trĂ€gt seitdem den Beinamen pays de cocagne â zu deutsch etwa Schlaraffenland, wobei cocagne auch den Ballen bezeichnet, zu dem die BlĂ€tter des FĂ€rberwaids zur Aufbewahrung oder zum Transport zusammengepresst wurden.
Literatur
âą Ruprecht DĂŒll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender LĂ€nder. Die hĂ€ufigsten mitteleuropĂ€ischen Arten im PortrĂ€t. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
⹠Wilhelm Daniel Joseph Koch: J. C. Röhlings Deutschlands Flora. Vierter Band, Wilmans, 1833, S. 500 ff.
âą Josef Karl Maly: Oekonomisch-technische Pflanzenkunde. BraumĂŒller, 1864, S. 137.
âą Fritz Lauterbach: Geschichte der in Deutschland bei der FĂ€rberei angewandten Farbstoffe mit besonderer BerĂŒcksichtigung des mittelalterlichen Waidbaues. Veit, Leipzig 1905.
âą Rolf Gelius: Zur Geschichte des europĂ€ischen Waidindigos. In: NTM. 17, 1980, S. 65â83.
âą Henricus Crolachius: Isatis herba oder die Waidpflanze: verstĂ€ndliche Beschreibung der Kultur der Waidpflanze, die man gewöhnlich Guado nennt, deren Anbau in ThĂŒringen weite Verbreitung gefunden hat und ihrer Zubereitung als Farbstoff zum BlaufĂ€rben der Wolle. Hans Jakob GeĂner, ZĂŒrich 1563, ThĂŒringer Chronik-Verl. MĂŒllerott, Arnstadt 1991 (Facsimile-Druck), ISBN 3-910132-99-5.
âą Horst Benneckenstein: Waidstadt Erfurt. Fortschritt, Erfurt 1991, ISBN 3-13-368068-4.
âą HansjĂŒrgen MĂŒllerott: Quellen zum Waidanbau in ThĂŒringen: mit einem Exkurs in die anderen Waidanbaugebiete Europas und Vorderasiens; IndustriearchĂ€ologie, historische Geographie, Flurnamenkunde, alte Geschichte, Siedlungs- und Territorialgeschichte, ArchĂ€obotanik, Botanik. ThĂŒringer Chronik-Verl. MĂŒllerott, Arnstadt, 1993, ISBN 3-910132-12-X.
âą Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die BlĂŒtenpflanzen Mitteleuropas. Band 3: NachtkerzengewĂ€chse bis RötegewĂ€chse. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-06193-0, S. 290.
âą Thomas Gaskell Tutin, Vernon Hilton Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Band 1: Psilotaceae to Platanaceae., 2., ĂŒberarb. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 1993, ISBN 0-521-41007-X, S. 324. eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
⹠F. Fischer: Das blaue Wunder Waid. Wiederentdeckung einer alten Nutz- und Kulturpflanze. vgs, Köln 1997, ISBN 3-8025-1333-9.
âą Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: Brassicaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Isatis tinctoria Linnaeus. S. 36 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
âą Ihsan A. Al-Shehbaz: Brassicaceae Burnett tribe Isatideae de Candolle In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 7: Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7. Isatis tinctoria Linnaeus., S. 567 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
âą K. U. Heyland, H. Hanus, E. R. Keller: Handbuch des Pflanzenbaues. Band 4: ĂlfrĂŒchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen, Eugen Ulmer, Stuttgart 2006, ISBN 3-8001-3203-6, S. 527â531.
âą Martin Baumann, Steffen RaĂloff (Hrsg.): Blumenstadt Erfurt. Waid - Gartenbau - iga/egapark (Schriften des Vereins fĂŒr die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Bd. 8). Erfurt 2011. ISBN 978-3-86680-812-6.
âą Renate Kaiser-Alexnat: Wunderwesen Waid. Erlebnisse rund um Mensch und Pflanze â insbesondere dem FĂ€rberwaid â erzĂ€hlt in Bildern und Geschichten. epubli, Berlin 2012, ISBN 978-3-8442-1898-5.
âą Frank Boblenz: Gelbe BlĂŒten und blaue Farbe â zum Waidanbau im Erfurter Landgebiet im 16. Jahrhundert. In: Heimat ThĂŒringen. Band 21, Nr. 1â2, 2014, ISSN 0946-4697, S. 46â48.
âą Georg Schwedt: FĂ€rberwaid - Blaues Gold aus ThĂŒringen. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2017, ISBN 978-3-95966-169-0.
âą Paul Zschiesche: Erfurter Waidbau und Waidhandel. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2017 (Reprint von 1896), ISBN 978-3-95966-272-7.
âą Jasmine Speranza, Natalizia Miceli, Maria Fernanda Taviano, Salvatore Ragusa, Inga KwiecieĆ, Agnieszka Szopa, Halina Ekiert: Isatis tinctoria L. (Woad): A Review of Its Botany, Ethnobotanical Uses, Phytochemistry, Biological Activities, and Biotechnological Studies. In: Plants, Volume 9, Issue 3, Basel, MĂ€rz 2020, S. 298. doi:10.3390/plants9030298
Weblinks
Commons
: FĂ€rberwaid (
Isatis tinctoria
)
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: FĂ€rberwaid
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Isatis tinctoria agg., FĂ€rber-Waid (Artengruppe). auf FloraWeb.de
âą Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
âą Thomas Meyer: Datenblatt mit BestimmungsschlĂŒssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
âą GĂŒnther Blaich: Datenblatt mit Fotos.
âą Datenblatt mit Fotos und Verbreitung in Portugal bei Flora Ditital de Portugal.
âą tinctoria Datenblatt mit Verbreitung in Portugal bei Flora On.
âą Datenblatt Isatis tinctoria subsp. tinctoria mit Verbreitung in Italien bei Portale della Flora d'Italia - Portal to the Flora of Italy.
âą Datenblatt mit Verbreitung in Griechenland bei Flora of Greece Web - An annotated checklist of Vascular plants of Greece.
âą Datenblatt mit Fotos und Verbreitung in Frankreich bei Tela Botanica.
âą Datenblatt mit Fotos und Verbreitung auf den Britischen Inseln bei Online Atlas of the British and Irish flora.
âą tinctoria Datenblatt mit Fotos und Verbreitung auf den Britischen Inseln bei Pladias â Database of the Czech Flora and Vegetation.
âą Waidstadt Erfurt auf erfurt-web.de.
âą FĂ€rberwaid bei Institut fĂŒr FĂ€rberpflanzen.
âą Dyer's woad auf invasive.org.
Einzelnachweise
cite-note-speranza2020-11. â Jasmine Speranza, Natalizia Miceli, Maria Fernanda Taviano, Salvatore Ragusa, Inga KwiecieĆ, Agnieszka Szopa, Halina Ekiert: Isatis tinctoria L. (Woad): A Review of Its Botany, Ethnobotanical Uses, Phytochemistry, Biological Activities, and Biotechnological Studies. In: Plants, Volume 9, Issue 3, Basel, MĂ€rz 2020, S. 298. doi:10.3390/plants9030298
cite-note-foc2010-22. â Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: Brassicaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Isatis tinctoria Linnaeus. S. 36 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
cite-note-fona2010-33. â Ihsan A. Al-Shehbaz: Brassicaceae Burnett tribe Isatideae de Candolle In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 7: Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7. Isatis tinctoria Linnaeus., S. 567 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
cite-note-euro-med-44. â Karol Marhold, 2011+: Brassicaceae.: Datenblatt Isatis tinctoria In: Euro+Med Plantbase â the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
cite-note-floraweb-66. â Isatis tinctoria L., FĂ€rber-Waid. auf FloraWeb.de
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cite-note-brassibase-1212. â Datenbank: BrassiBase, Version 1.3, Juni 2020 der UniversitĂ€t Heidelberg.
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cite-note-v-ronique-zech-matterne-2010-1515. â VĂ©ronique Zech-Matterne, Luc Leconte: New archaeobotanical finds of Isatis tinctoria L. (woad) from Iron Age Gaul and a discussion of the importance of woad in ancient time. In: Vegetation History and Archaeobotany. Band 19, 2010, S. 141.
cite-note-1616. â Vgl. dazu auch Otto BeĂler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 236 (Vitrum: Glas bzw. FĂ€rberwaid (âVitrum fit ex terra, fit etian ex herbaâ).
cite-note-caesar-1717. â Caesar: De bello Gallico. Liber V 14, 2. (Commentarii de bello Gallico).
cite-note-gottwein-1818. â auf gottwein.de
cite-note-veen-al-1919. â Marijke van der Veen, A. R. Hall, J. May: Woad and the Britons painted Blue. In: Oxford Journal of Archaeology. Band 12, Nr. 3, 1993, S. 367â371, doi:10.1111/j.1468-0092.1993.tb00340.x.
cite-note-2020. â Hans-Peter Stika: Approaches to reconstruction of early Celtic land-use in the central Neckar region in southwestern Germany. In: Vegetation History and Archaeobotany. 8, 1999, 98.
cite-note-2121. â Hans-Peter Stika: Approaches to reconstruction of early Celtic land-use in the central Neckar region in southwestern Germany. In: Vegetation History and Archaeobotany. 8, 1999, 98; Johanna Banck-Burgess: Mittel der Macht: Textilien bei den Kelten. Stuttgart, Landesamt fĂŒr Denkmalpflege/Theiss 2012, ISBN 978-3-8062-2709-3.
cite-note-2222. â VĂ©ronique Zech-Matterne, Luc Leconte: New archaeobotanical finds of Isatis tinctoria L. (woad) from Iron Age Gaul and a discussion of the importance of woad in ancient time. In: Vegetation History and Archaeobotany. 19, 2010, S. 137â143.
cite-note-2323. â Corrie C. Bakels: Crops produced in the southern Netherlands and northern France during the early medieval period: a comparison. In: Vegetation History and Archaeobotany. 14, 2005, Tabelle 1.
cite-note-2424. â Elizabeth M. Carus-Wilson: La guĂšde française en Angleterre: un grand commerce du Moyen Ăge. In: Revue du Nord. 35, 1953, 89â105.
cite-note-2525. â Stefan Halikowski Smith: The Mid-Atlantic Islands: A Theatre of Early Modern Ecocide? In: International Review of Social History. 55, 2010, S. 69.
cite-note-meyers-2626. â Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. Band 10, Leipzig 1907, S. 41, archive.org (Stichwort âIsatisâ).
cite-note-2727. â Inge-Marie Peters: Asche. In: Lexikon des Mittelalters. Band 1, S. 1102.
cite-note-2828. â Jörg Mildenberger: Anton Trutmanns âșArzneibuchâč, Teil II: Wörterbuch. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1997 (= WĂŒrzburger medizinhistorische Forschungen, 56), S. 2265 f.
cite-note-paland-2929. â Harald Paland: Blau â Isatis, die Madonna, Anilin, der Himmel und Blue Jeans. In: Praxis der Naturwissenschaften â Chemie in der Schule. Band 60, Nr. 6, 2011, S. 26â29, Aulis Verlag, 2011.
cite-note-3030. â Erfurt & Waid â Erfurter Blau. Abgerufen am 27. April 2019 (deutsch).